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title: "IFS Cloud Einführung: Checkliste für ein Clean-Core-Projekt"
date: 2026-10-15
description: "IFS Cloud Einführung planen: Checkliste in sechs Phasen von Governance und OData bis BPMN-Workflows und DMM-Datenmigration für einen Clean Core."
author: "Dariusz Mysliwiec"
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# IFS Cloud Einführung: Checkliste für ein Clean-Core-Projekt

![IFS Cloud Einführung: Checkliste für ein Clean-Core-Projekt](https://www.ifs-erp.com/images/articles/59-de-70481976.webp)

IFS Cloud Einführung · Clean Core · Evergreen · Datenmigration

 
## Eine IFS-Cloud-Einführung, die das Release 25R2 ohne großen Regressionstest übersteht

 Eine IFS-Cloud-Einführung kann ohne einen einzigen Softwarefehler scheitern, wenn die Architektur-Governance fehlt: Wer den Updatezyklus 25R1/25R2 als einmaliges Ereignis behandelt, baut ein System, das den nächsten Release-Wechsel nicht übersteht. Diese Checkliste führt in sechs Phasen zu einem Clean Core, der Evergreen übersteht, und ersetzt riskanten Eigencode durch BPMN-Workflows und Integrationen über OData.

 [Technisches 30-Minuten-Gespräch buchen](https://www.ifs-erp.com/de/kontakt-de) [Zur Checkliste](#ph-sec9)

 ## 1.Auf einen Blick

 - Wer ein Projekt nach der Methode von Apps 8 oder 9 führt, mit Big Bang und Eingriffen auf Datenbankebene, baut Anpassungen, die den Release-Wechsel in IFS Cloud nicht überstehen.
- Eine Design Authority genehmigt jede Konfiguration. Lässt sich eine Anforderung durch eine Prozessänderung statt durch Code erfüllen, ändert sich der Prozess.
- Integrationen laufen ausschließlich über OData-Projektionen und OAuth 2.0, nie über direkten Datenbankzugriff.
- Die Datenmigration läuft über den IFS Data Migration Manager (DMM) mit mindestens drei Probemigrationen: Struktur, Volumen, Zeitablauf.
- Die Regressionstests decken 80 % der Kernprozesse automatisiert ab, damit ein Release ohne großen manuellen Regressionstest auskommt.

 ## 2.Warum die Methode aus Apps 9 in der Cloud nicht trägt

 IFS Cloud ist ein Methodenwechsel, den Projektleiter gern übergehen: Der Wechsel auf Evergreen verlangt eine feste Grenze zwischen Ihrem Geschäftsprozess und dem Kerncode des Herstellers. Wer Anpassungen auf Datenbankebene wie in Apps 8 oder 9 nachbaut, hat nach dem ersten Release-Zyklus technische Schulden, die jeden weiteren Wechsel verteuern.

 Mit diesem Vorgehen sind 40–60 % weniger technische Schulden erreichbar, und das System geht ins Release 25R2, ohne dass ein großer manueller Regressionstest nötig ist.

 ## 3.Phase 1: Governance und Clean Core festschreiben

 Bevor die erste Umgebung bereitgestellt wird, müssen die Spielregeln stehen. Clean Core heißt: Der Standard bleibt unangetastet, und jede Abweichung wird begründet. Jede Abweichung vom Standard muss gegenüber dem Lenkungsausschuss verteidigt werden, nicht nur gegenüber dem Entwickler.

 
### Aufgaben der Governance

 
- **Design Authority einrichten** - dieses Gremium genehmigt jede Konfiguration. Kann eine Anforderung durch einen geänderten Prozess erfüllt werden, wird der Prozess geändert.
- **Update-Strategie festlegen** - übernehmen Sie die monatlichen Service Updates oder die halbjährlichen Releases (25R1, 25R2)? Die Antwort bestimmt, wie weit Sie Tests automatisieren müssen.
- **Altlasten prüfen** - beim Upgrade gehört eine forensische Prüfung der bestehenden Anpassungen dazu. 50 % der alten PL/SQL-Trigger sind in der neuen Aurena-Oberfläche voraussichtlich überholt.

 ## 4.Phase 2: Architektur und technische Infrastruktur

 IFS Cloud läuft containerisiert und API-first, Sie verwalten keine Datenbank, sondern ein Geflecht aus Diensten. Sicherheit läuft deshalb über OAuth 2.0, Anbindung über OData.

 
- **IAM-Konfiguration** - Identity and Access Management wird vom ersten Tag an sauber aufgesetzt. Basic Authentication ist ein Sicherheitsrisiko und blockiert externe Integrationen.
- **Umgebungsstufen** - mindestens vier Stufen: Development, Build, Test (UAT) und Produktion. In der Build-Umgebung werden die Konfigurationen des IFS Cloud Workflow Designers geprüft.
- **API-Gateway-Strategie** - legen Sie fest, wie externe Systeme mit IFS sprechen. Verwenden Sie die nativen OData-Projektionen und meiden Sie direkten Datenbankzugriff, denn der verletzt den Clean Core und öffnet SQL-Injection-Risiken.

 Wird der technische Kern falsch aufgesetzt, entsteht später Reibung an den Schnittstellen, und Korrekturen in letzter Minute umgehen die Sicherheitsvorgaben. Wie eine solche Schnittstelle sauber aufgebaut wird, beschreibt der Artikel [IFS Cloud API Integration mit OData und OAuth 2.0](https://www.ifs-erp.com/de/blog-de/ifs-cloud-api-integration-odata-oauth).

 ## 5.Phase 3: Prozessmodellierung mit BPMN 2.0

 Ein Prozess, den Sie nicht zeichnen können, lässt sich nicht automatisieren. BPMN 2.0 ist die Sprache, in der der IFS Cloud Workflow Designer arbeitet, und die Modellierung zeigt den Fachberatern die Logik, bevor eine Zeile Workflow-Konfiguration entsteht.

 
- **Lieferkette** - bilden Sie die Zyklen Angebot bis Zahlungseingang (Quote-to-Cash) und Beschaffung bis Zahlung (Procure-to-Pay) ab. Handarbeit zwischen zwei Bildschirmen ist der erste Kandidat für Workflow-Automatisierung.
- **Finanzielle Kontrollen** - hohe Beträge brauchen synchrone Prüf-Workflows.
- **Ausnahmen** - modellieren Sie auch, was geschieht, wenn eine Lieferung des Lieferanten verspätet eintrifft oder ein Kreditlimit überschritten wird.

 ## 6.Phase 4: Datenmigration mit dem DMM

 An der Datenmigration entscheidet sich der Projektzeitplan. Excel-Uploads und die alten FndMig-Jobs reichen für komplexe Datenbestände nicht aus, für große Datenmengen ist der IFS Data Migration Manager (DMM) das Werkzeug. Er bereinigt und transformiert Daten schrittweise im Tool und hält die Zielumgebung sauber, denn verschmutzte Stammdaten lassen automatisierte Workflows scheitern.

 
- **Stammdaten-Verantwortung** - benennen Sie Verantwortliche für Kunden, Lieferanten und Artikel. Doppelte Datensätze zu migrieren verschwendet Zeit.
- **Probemigrationen** - mindestens drei vor dem Cutover: die erste prüft die Struktur, die zweite das Datenvolumen, die dritte den Zeitablauf.
- **Prüfskripte** - automatisierte Skripte vergleichen die Summen- und Saldenliste zwischen Altsystem und IFS Cloud. Eine Abweichung von einem einzigen Cent wird untersucht.

 ## 7.Phase 5: Workflow-Automatisierung und Konfiguration

 Der IFS Cloud Workflow Designer ersetzt die alten Custom Events vom Typ „Execute Online“. Workflows sind von der Tabellenstruktur entkoppelt, deshalb zerstört eine Änderung an der darunterliegenden Datenbank Ihre Geschäftslogik nicht, und das System bleibt Evergreen.

 
- **Synchrone Aufgaben** - für Prüfungen in Echtzeit, etwa das Speichern zu verhindern, solange ein Pflichtfeld fehlt.
- **Asynchrone Aufgaben auslagern** - E-Mails, Einträge in externe Protokolle oder n8n-Szenarien laufen im Hintergrund, damit die Oberfläche schnell bleibt.
- **PL/SQL durch Low-Code ersetzen** - Entwickler nutzen die nativen REST-Tasks des Designers, statt eigene Oracle-Pakete zu schreiben.

 ## 8.Phase 6: Qualitätssicherung unter Evergreen

 Unter Evergreen ist Testen ein Dauerzustand: Die Plattform ändert sich mit jedem Release, also müssen Tests automatisiert und mit geringem Aufwand wiederholbar sein. Setzen Sie das IFS Cloud Test Automation Tool (TSAK) oder ein vergleichbares Framework ein. Wer jedes monatliche Update von Hand abnimmt, überspringt irgendwann kritische Prüfungen.

 
- **Regressionssuite** - eine Bibliothek automatisierter Tests, die 80 % der Kernprozesse abdeckt.
- **Performancetest** - simulieren Sie einen Spitzentag. Eine ineffiziente Workflow-Konfiguration bremst das System bei hohem Buchungsvolumen.
- **Sicherheitsprüfung** - prüfen Sie das Modell der minimalen Rechte: Ein Benutzer sieht nur die Projektionen, die seine Rolle braucht.

 Die Phase Go-live behandeln die Artikel zum [Go-live-Test mit Mock Cutover](https://www.ifs-erp.com/de/blog-de/ifs-cloud-go-live-testen-mock-cutover) und zu den [Go/No-Go-Kriterien](https://www.ifs-erp.com/de/blog-de/ifs-cloud-go-no-go-kriterien-go-live).

 ## 9.Die Checkliste für die Projektreife

 Jeder Punkt der folgenden Tabelle ist ein Meilenstein, den Sie vor dem Go-live mit einem Nachweis belegen können.

 
| Meilenstein | Nachweis |
| --- | --- |
| Clean-Core-Charta | Von Geschäftsführung und Lenkungsausschuss unterzeichnet |
| Infrastruktur | OAuth 2.0 und IAM sind in allen Umgebungen konfiguriert |
| BPMN-Bestand | Alle kritischen Prozesse aus Lieferkette und Finanzen sind in BPMN 2.0 modelliert |
| DMM-Einrichtung | Data Migration Manager installiert, erste Probemigration abgeschlossen |
| Workflow-Audit | Alle bisherigen Custom Events sind auf den neuen Workflow Designer abgebildet |
| Integrationsprojektionen | Kein direkter SQL-Zugriff, alle Integrationen nutzen OData-REST-APIs |
| Testautomatisierung | Regressionssuite für die Evergreen-Updatezyklen automatisiert |
| Schulung der Anwender | Durchgeführt in der Aurena-Oberfläche, nicht in alten IEE-Umgebungen |
| Cutover-Plan | Minutengenauer Ablaufplan für das Go-live-Wochenende |

 Jeder offene Punkt ist ein versteckter Kostenfaktor, der beim ersten Evergreen-Update sichtbar wird.

 ## 10.FAQ

 Wie wirkt sich der Workflow Designer auf den Einführungszeitplan aus? Der Workflow Designer braucht in der Entwurfsphase Zeit, die ein schneller PL/SQL-Trigger nicht kostet. Dafür verkürzt er die Testphase um 30 %, weil die Logik sichtbar ist und sich leichter debuggen lässt. Über die Laufzeit gleicht sich der Anfangsaufwand durch geringeren Pflegeaufwand aus.

   Ist eine Clean-Core-Strategie für komplexe Fertigung realistisch? Ja, denn 95 % der Anforderungen, die als komplex gelten, lassen sich über Konfiguration, State Machines und Workflows erfüllen. Die verbleibenden 5 % gehen über IFS Cloud Custom Projections, die im Gegensatz zu alten Modifikationen updatesicher sind.

   Woran scheitert eine Datenmigration nach IFS Cloud am ehesten? Eine Datenmigration nach IFS Cloud scheitert am unterschätzten Bereinigungsaufwand. Werden Altdaten ungeprüft in ein API-getriebenes System übernommen, schlagen Transaktionen fehl und Workflows brechen ab. Der DMM bereinigt und transformiert die Daten vorher im Tool und verhindert das.

   Welche Umgebungen braucht eine IFS-Cloud-Einführung? Eine IFS-Cloud-Einführung braucht mindestens vier Umgebungsstufen: Development, Build, Test (UAT) und Produktion. In der Build-Umgebung werden die Konfigurationen des Workflow Designers geprüft, bevor sie in den Test gehen.

 Ich bin Dariusz Myśliwiec. Ich arbeite seit 18 Jahren praktisch mit IFS (Apps 7.5 bis 10 und IFS Cloud). Ich bin IFS Certified Associate Consultant und nach PRINCE2® 7 zertifiziert.

 **Ausgewählte Kunden aus meiner IFS-Arbeit:** Fugro · LGC · BVI Medical · Betafence (PRÆSIDIAD) · Barlinek · NGK Ceramics · Newag · Oleofarm.

 ## Beginnen Sie mit einem technischen 30-Minuten-Gespräch

 Nennen Sie mir Ihr Release, den Stand Ihrer Anpassungen und den geplanten Go-live-Termin. Sie erfahren im Gespräch, welche Phasen dieser Checkliste bei Ihnen offen sind. Sie sprechen direkt mit dem Berater, der die Arbeit ausführt.

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 IFS ist eine eingetragene Marke der IFS AB. Diese Beratung steht in keiner Verbindung zur IFS AB.
